Berufsorientierung

 

Die Berufsvorbereitung beginnt an der Gustav-Heinemann-Schule mit der fünften Klasse. Ziel ist die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, damit eine fundierte Entscheidung für einen Berufsweg möglich ist. Eine große Bedeutung hierfür haben die Praktika in verschiedenen Werkstätten und – falls möglich – in verschiedenen Firmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Zudem soll ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Schüler*innen erreicht werden. Das Vermitteln von überfachlichen Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Konfliktfähigkeit, Sorgfalt, Teamfähigkeit, Höflichkeit, etc. ist ein wichtiger Schwerpunkt in allen Stufen.

 

Nach Beendigung der Schulpflicht stehen den Schüler*innen der GHS im Allgemeinen folgende Wege offen:

 

a. Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

 

b. Betriebsintegrierte Beschäftigung unter dem Dach der WfbM

 

c. Besuch einer Tagesförderstätte

 

Insbesondere der Aspekt der Betriebsintegrierten Beschäftigung gewinnt zunehmend an Bedeutung, bietet sie doch die Möglichkeit, in einem regulären Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten und dennoch durch die WfbM betreut und geschützt zu sein.

 

Nur bei sehr leistungsstarken Schüler*innen kann ein Hauptschulabschluss verbunden mit einer Ausbildung sowie die Unterstützte Beschäftigung nach einer Berufsvorbereitenden Maßnahme - in Himmelthal in Elsenfeld (für junge Männer) oder Haus Mirjam (für junge Frauen) in Schöllkrippen - in Betracht gezogen werden. Voraussetzung ist die Förderung durch das Arbeitsamt nach einer psychologischen Untersuchung.

Der Besuch einer Tagesförderstätte kommt dann in Betracht, wenn die Voraussetzungen für die Beschäftigung in einer Werkstatt nicht erfüllt werden. Das Arbeiten kann hier angebahnt werden, so dass ein späterer Wechsel in die Werkstatt möglich ist.